Präambel

Amerika war das erste Land, in dem konsequent eine fabrikmäßige Uhrenproduktion eingeführt wurde. Hier erfolgte eine mechanisierte Herstellung aller Uhrenteile, völlig gleich und daher austauschbar. Eine preiswerte Serienproduktion konnte entstehen.

Um 1900 lehrten die fünf größten Firmen der USA (Waltham, Elgin, Hamilton, Illinois u. Hampden) die Schweizer das Fürchten. So wäre beispielsweise unten aufgeführte Hampden mit 23 Steinen - wenn sie in der Schweiz hergestellt würde - unbezahlbar. Durch die beiden großen Eisenbahnlinien, welche das riesige Land durchqueren, waren die USA führend in der Entwicklung und Herstellung von exakt laufenden sogenannten "Railroad-Chronometern".

Tipp unter Freunden: Kaufen Sie nur amerikanische Uhren mit mindestens 15 Lagersteinen (die am besten auch noch in verschraubten Chatons sitzen sollten). Denn durchschnittliche Uhrenqualitäten - die nicht unbedingt schlecht sein müssen - sind durch die millionenfache Massenproduktion leider von minderem Wert.


A

schwere "Hampden" aus Canton/Ohio mit Feinregulage nach "Teske"

im top erhaltenem, hochglanzpoliertem Neusilber-Gehäuse der Manufaktur Joseph Fahys aus New York; beide Schraubdeckel an den Ränder fein geriffelt; makelloses, signiertes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich; feine, original Spatenzeiger - stahlgebläut; kratzerfreies Mineralglas; Zeigerverstellung über Schieber unter der Glaslünette

schön dekoriertes Neusilberwerk mit dicken Platinen; schwerer, über der Werksebene liegender Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Gold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguetspirale mit Endkurve; überlanger Rückerzeiger mit Verstellung über Gewindestab; insgesamt 15 Rubine - allesamt in verschraubten Rotgoldchatons gelagert; natürlich Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; natürlich safety pinion; adjusted "to heat and cold"

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Durchmesser 56mm; hergestellt lt. Werksnummer 1891

Preis: 525,00 Euro


A

große, seltene "HAMPDEN" mit 23 Jewels

High-Grade Railroad Taschenuhr in Chronometer-Qualität im 1a Zustand

schweres, hochglanzpoliertes Silveroid-Gehäuse im makelosen Zustand; griffiger Münzrand am Schraubdeckel; besonders kräftiges Pendant mit dicker Krone; flaches, ca. 5mm dickes original Mineralglas; schönes, dreiteiliges Emaille-Ziffernblatt mit Signatur "Hampden Watch Co."; stahlgebläute original Spatenzeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Lünette

herausklappbares Werk mit sagenhaften 23 Rubinen ebenfalls im Top-Zustand; wunderbarer Zierschliff auf der Platine; alle Wellen in verschraubten Goldchatons; auch die Welle des Federhauses liegt im dicken, 3-fach verschraubten Goldlager; Safety Pinion, und zwar mit Patent der Firma Hampden (bedeutet: Minutenrad-Sicherheitstrieb; ein Sicherheitstrieb mit Reibungskupplung, Trieb wird mittels Stahlrolle und Feder befestigt und von einem Vorreiber gesichert, damit beim Federbruch das Räderwerk bzw. die Hemmung nicht beschädigt wird); Mikrometer-Feinregulage; über der Werksebene liegender, aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Breguetspirale mit Phillips-Endkurve; Anker- und Ankerrad unter Decksteinen

fein damasziertes Werk

Die beste Werkserie, die Hampden seinerzeit herstellte - und das (fast) alles im Bestzustand. Fast: Auf dem großen Foto sind in der Ziffernblattmitte und außen zw. 4 u. 5 die kaum sichtbaren, dünnen Krakelee-Risse zu erahnen. Ich war bisher (wohl aufgrund meiner Altersfehlsichtigkeit) der Meinung, das Ziffernblatt sei fehlerfrei. Am besten kauft die Uhr nur jemand, der genauso schlecht sieht wie ich. (Scherz).

Gewicht 150 gr., circa 58mm Durchmesser, hergestellt um 1905

Preis: 950,00 Euro


Stahlzeiger oder auch Schrauben werden aus Gründen der Dekoration und natürlich auch als Oxydationsschutz blau "angelassen", indem der Uhrmacher das zu bearbeitende Teil auf ein sog. Anlassblech legt und vorsichtig bis 300 Grad erhitzt. Das Metall überzieht sich dabei mit einer hauchdünnen, kornblumenblau schimmernden Schicht "Magnetit". Sobald die gewünschte Farbgebung erreicht ist, taucht man das Teil in Öl.


>> Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben. << (Ladislaus Boros)


A

feiner, neuwertiger Railroad-Ankerchronometer "Hamilton" aus Lancaster/Pennsylvania

perfekt erhaltenes, 10-Karat vergoldetes Gehäuse der "Wadsworth Watchcase Company" aus Dayton/Kentucky; Lünette und hinterer Deckel geschraubt; schönes Pendant mit Kronensicherung; Krone signiert; makellos erhaltenes, signiertes, dreiteiliges Emaille-Ziffernblatt unter kratzerfreiem Mineralglas; stahlgebläute Zeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Glaslünette

ebenfalls perfekt erhaltenes, vernickeltes Stahlwerk mit feiner Streifendekoration; Kaliber 992B; insgesamt 21 Rubine; Aufzugsräder mit Sonnenschliff; Ankerwelle und Ankerradwelle zusätzlich unter Decksteinen und im federnden Deckplättchen aus Rotgold gelagert; spiegelpolierte Ankerpartie - Anker mit offenen Rubinpaletten; monometallischer Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; helle Breguet-Spirale mit Endkurve; Schwanenhals-Feinregulage; Uhr wurde seinerzeit in sagenhaften 6 Positionen und bei mindestens zwei Temperaturen feinreguliert

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Durchmesser ca. 51mm; hergestellt um 1940

Preis: 625,00 Euro


Blind Man´s Dial
Manche Uhrensammler finden diese Ziffernblätter mit den fetten, gut ablesbaren Zahlen einfach hässlich. Hat aber durchaus seinen Sinn, denn diese Uhren wurden ja in der Hauptsache von Post- oder Bahnbediensteten getragen - und diese Herrschaften blieben auch nicht ewig jung. Und damit der etwas ältere Beamte nicht ständig mit den Augen blinzeln musste, denn gute Brillengläser oder Kontaktlinsen oder gar Laseroperationen waren damals nicht so sehr en vogue, machte man die Ziffernblätter schön groß und die Zahlen richtig fett - alles klar?


A

schöne "Elgin" mit dem gesuchten "Montgomery-Ziffernblatt"

im gut erhaltenem, vergoldetem Schraubgehäuse der "Keystone Watchcase Company"; Gehäuse rundherum fein verziert; kein Goldabrieb; seltenes, sogenanntes "Montgomery-Dial" aus Emaille mit vertieftem Sekundenbereich und ausgeschriebener Minuterie; originale, stahlgebläute Zeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Glaslünette

Gehäuse, Ziffernblatt und Werk signiert

wunderschönes, vernickeltes Stahlwerk mit insgesamt 17 Rubinen; alle Rubine sind in verschraubten Rotgoldchatons gefasst; feiner Sonnenschliff auf den Aufzugsrädern; Anker und Ankerrad spiegelpoliert; aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; Feinregulage mit Gewindestab; Werk in 3 Positionen und bei 2 Temperaturen feinreguliert

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Durchmesser 51mm; hergestellt lt. Werksnummer 1943

Preis: 400,00 Euro


hier noch etwas ELGIN-History...
Das Unternehmen wurde in Chicago während des Bürgerkrieges von einer Gruppe von Investoren gegründet, der auch Benjamin Wright Raymond (ehemals Bürgermeister von Chicago), und John C. Adams, ein Uhrmacher aus Chicago, angehörten. Weitere Gründer dieses neuen Unternehmens, das sich zunächst National Watch Co. nannte, waren Ira Blake und P.S. Bartlett, beide arbeiteten zuvor bei der American Horology Company, der späteren Waltham. 1867 begann das Unternehmen mit der Herstellung von Uhren in dem eigens dafür neu errichteten Werk in Elgin, westlich von Chicago. Ihr selbstentwickeltes 18-Size-Vollplatinenwerk wurde nach dem Firmengründer B.W. Raymond genannt. Ab 1874 hieß die Firma Elgin National Watch Co., sie produziert in den 1880er Jahren ca. 500.000 Uhren per anno. Anfangs des 20ten Jahrhunderts stellte Elgin mehr Uhren als Waltham her und wurde somit zur weltgrößten Uhrenmanufaktur. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Konkurrenzdruck aus Übersee immer größer, auch der Zusammenschluß von 1951 mit Waltham zur Firma Elgin & Waltham konnte den Untergang des Unternehmens nicht verhindern. 1965 wurde das gesamte Produktionsareal von Elgin geschlossen und ein Jahr später abgerissen.


>> Die Zeit bekehrt mehr Menschen als die Vernunft. << (Thomas Paine)


A

wunderbare Dueber/Hampden im schweren 14 Karat Goldgehäuse

normalerweise hat man bei amerikanischen Taschenuhren nur die Wahl zwischen einem klasse Werk in einem unedlen Gehäuse oder halt eben umgekehrt; selten bekam man beides - allein schon deshalb ist diese Uhr eine Rarität

sie hat ein wunderbar schweres, fein verziertes 14 Karat Goldgehäuse im super Zustand: Sprungdeckelfunktion perfekt - plan sitzende Deckel - strammer Bügel - schwergängige Scharniere - keine Dellen etc.; Staubdeckel ebenfalls 14 Karat; gut erhaltenes, signiertes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich; perlierte Goldlünette mit hauchdünnem Mineralglas; sehr feine Lochzeiger aus gebläutem Stahl; Zeigerverstellung über Schieber am Lünettenrand bei der fünf

sehr schweres, 17-steiniges Neusilberwerk mit feinen Dekorationen; schwerer, obenliegender Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; mit Unruhelager insgesamt 6 verschraubte Goldchatons; natürlich safety Pinion; eine Augenweide ist natürlich die sog. "Teske-Feinregulage" mit überlangem Rückerzeiger, der über einen Gewindestab bewegt wird; alle Schrauben stahlgebläut und top erhalten

letzte Revision beim Uhrmacher im März 2010

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Durchmesser 53mm; Gewicht 125,7gr. (ein gutes Viertelpfund sozusagen); hergestellt lt. Werksnummer 1897

Preis 2150,00 Euro

verkauft


Die "Dueber Watch Case Co.", gegründet 1863 von John C. Dueber, stellte Uhrengehäuse her. Ungefähr 1886 wurde ein sog. Antitrustgesetz verabschiedet und die Gehäusehersteller boykottierten die Fa. Dueber. Sie wurde vor die Entscheidung gestellt, entweder die Gehäuseherstellung aufzugeben oder - um im Geschäft zu bleiben - eine Uhrenmanufaktur hinzu zukaufen. Also kaufte Dueber 1886 die "Hampden Watch Co." aus Springfield, Massachusetts und verlegte ihren Standort 1888 nach Canton/Ohio. 1930 wurde die gesamte Fabrik für ca. 325.000 US $ an Armen Hammer verkauft, der alle Maschinen und sämtliche Uhrenteile in die damalige Sowjetunion verschiffen ließ. Mit an Bord waren 21 ehemalige Angestellte von Dueber, die in die Sowjetunion umsiedelten. Die US-Boys unterrichteten die Russen und wurden zur Basis des sowjetischen Uhrmacherhandwerkes (von "Uhrmacherkunst" kann man nicht sprechen).


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fast neuwertige, schwere Taschenuhr der "Elgin National Watch Co." aus Elgin/Illinois

perfekt erhaltenes, vergoldetes Gehäuse; Lünette und hinterer Deckel geschraubt; Gehäuserand fein perliert; hinterer Deckel mit griffiger Guillochierung und floralem Muster; einwandfrei erhaltenes, dreiteiliges, signiertes Emaille-Ziffernblatt; perfekt erhaltene Spadezeiger aus gebläutem Stahl; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

neuwertig erhaltenes, vernickeltes Stahlgehäuse mit feinen Zierschliffen; insgesamt 17 Rubine; über der Werksebene schwingt der schwere Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Gold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; vier verschraubte Goldchatons; langer Rückerzeiger welcher über einen Gewindestab verstellt wird; Werk signiert mit "Elgin National Watch Co."

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Durchmesser 54mm; hergestellt lt. Werksnummer 1909

Preis: 520,00 Euro


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