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Präambel Amerika war das erste Land, in dem konsequent eine fabrikmäßige Uhrenproduktion eingeführt wurde. Hier erfolgte eine mechanisierte Herstellung aller Uhrenteile, völlig gleich und daher austauschbar. Eine preiswerte Serienproduktion konnte entstehen. Um 1900 lehrten die fünf größten Firmen der USA (Waltham, Elgin, Hamilton, Illinois u. Hampden) die Schweizer das Fürchten. So wäre beispielsweise unten aufgeführte Hampden mit 23 Steinen - wenn sie in der Schweiz hergestellt würde - unbezahlbar. Durch die beiden großen Eisenbahnlinien, welche das riesige Land durchqueren, waren die USA führend in der Entwicklung und Herstellung von exakt laufenden sogenannten "Railroad-Chronometern". Tipp unter Freunden: Kaufen Sie nur amerikanische Uhren mit mindestens 15 Lagersteinen (die am besten auch noch in verschraubten Chatons sitzen sollten). Denn durchschnittliche Uhrenqualitäten - die nicht unbedingt schlecht sein müssen - sind durch die millionenfache Massenproduktion leider von minderem Wert. |
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große, schwere Taschenuhr der "Washington Watch Co.", Modell "Liberty Bell" wunderbar schweres, eigentlich neuwertiges, spiegelpoliertes Stahlgehäuse der "Star Watch Case Co."; mächtiges Pendant mit mächtiger Krone - trotzdem nicht unbedingt was für die Grobmotoriker unter uns; nach dem Abschrauben der Glaslünette und einem kräftigen Ruck an der Krone geht die Sonne auf - soll heißen das schöne Werk kann herausgeklappt werden; schönes Emaille-Ziffernblatt mit roter Minuterie und vertieftem Sekundenbereich; wunderbar erhaltene, ganz feine stahlgebläute Spade-Zeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Glaslünette Ziffernblatt und Werk signiert mit "Washington Watch Company" sehr gut erhaltenes, streifendekoriertes Werk mit dicken Platinen; insgesamt 17 Rubine - allesamt gefasst in großen, verschraubten Goldchatons; Schweizer Ankerhemmung mit Rubinpaletten; schwerer, obenliegender Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; Schwanenhals-Feinregulage andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser 58mm; hergestellt um 1905 Preis: 425,00 Euro |
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schwere, interessante Taschenuhr der "Elgin National Watch
Company", seltenes Modell "Convertible" im schweren Gehäuse der "Columbia Watchcase Company" Modell Essex; starke Vergoldung ohne Abrieb, mindestens 20% des Gehäuse sind massiv 14 Karat Gold - 2 Platten Gold umschließen eine Messingplatte, also kein herkömmliches Vergolden; Doppelscharniergehäuse; geriffelter Münzrand; noch schwergängiger Bügel; kratzerfreies, neues Mineralglas aus alten Beständen; schönes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich und roter Minuterie; feine, stahlgebläute Originalzeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Frontlünette Ziffernblatt und Werk signiert mit "Elgin National Watch Co." das "Convertible-Werk" hat ein sehr gesuchtes Kaliber, weil es einen ganz besonderen Zeigerverstell- bzw. Aufzugsmechanismus hat: die Zeigerstellung erfolgt kurioser Weise mit über das Sperrad des Aufzuges, das dafür extra entkoppelt wird (das Übertragungsrad könenn Sie im Zenturm der Rückansicht des Werkes erkennen, das Sperrrad des Aufzuges hebt und senkt sich je nach Schieberposition und entkoppelt damit Zeigerstellung und Aufzug); diese Werke wurden nur 2 Jahre hergestellt und in recht geringen Mengen zu 12.000 Stück; bemerkenswert ist auch das frühe Baujahr, als die meisten Uhren immer noch mit einem Schlüssel gestellt und aufgezogen wurden; ansonsten ist das Werk sehr gut erhalten und mit 15 Rubinen gut bestückt; 3 sichtbar verschraubte Chatons; schön verzierter Unruhekloben und überhaupt schöner Schliff auf dem Neusilberwerk; Feinregulage mit Mutter auf Gewindebogen; Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten das "Convertible-Uhrwerk" kann sowohl in einem Savonnette- sowie auch in einem Lepine-Gehäuse eingebaut werden; eine Erfindung von Elgin, um den unterschiedlichen Tragegewohnheiten der Käufer gerecht zu werden; das Modell setzte sich am Markt nicht durch, denn die Herstellungskosten waren analog zum Absatz viel zu teuer letzte Revision beim Uhrmacher im July 2008, Uhr läuft perfekt andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser 54mm; hergestellt 1882 Preis: 625,00 Euro verkauft |
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schweres, hochglanzpoliertes Silveroid-Gehäuse im makelosen Zustand; griffiger Münzrand am Schraubdeckel; besonders kräftiges Pendant mit dicker Krone; flaches, ca. 5mm dickes original Mineralglas; schönes, dreiteiliges Emaille-Ziffernblatt mit Signatur "Hampden Watch Co."; stahlgebläute original Spatenzeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Lünette herausklappbares Werk mit sagenhaften 23 Rubinen ebenfalls im Top-Zustand; wunderbarer Zierschliff auf der Platine; alle Wellen in verschraubten Goldchatons; auch die Welle des Federhauses liegt im dicken, 3-fach verschraubten Goldlager; Safety Pinion, und zwar mit Patent der Firma Hampden (bedeutet: Minutenrad-Sicherheitstrieb; ein Sicherheitstrieb mit Reibungskupplung, Trieb wird mittels Stahlrolle und Feder befestigt und von einem Vorreiber gesichert, damit beim Federbruch das Räderwerk bzw. die Hemmung nicht beschädigt wird); Mikrometer-Feinregulage; über der Werksebene liegender, aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Breguetspirale mit Phillips-Endkurve Die beste Werkserie, die Hampden seinerzeit herstellte - und das (fast) alles im Bestzustand. Fast: Auf dem großen Foto sind in der Ziffernblattmitte und außen zw. 4 u. 5 die kaum sichtbaren, dünnen Krakelee-Risse zu erkennen. Ich war bisher (wohl aufgrund meiner Altersfehlsichtigkeit) der Meinung, das Ziffernblatt sei fehlerfrei. Am besten kauft die Uhr nur jemand, der genauso schlecht sieht wie ich. (Scherz). Gewicht 150 gr., circa 58mm Durchmesser, hergestellt um 1905 Preis: 950,00 Euro Stahlzeiger oder auch Schrauben werden aus Gründen der Dekoration und natürlich auch als Oxydationsschutz blau "angelassen", indem der Uhrmacher das zu bearbeitende Teil auf ein sog. Anlassblech legt und vorsichtig bis 300 Grad erhitzt. Das Metall überzieht sich dabei mit einer hauchdünnen, kornblumenblau schimmernden Schicht "Magnetit". Sobald die gewünschte Farbgebung erreicht ist, taucht man das Teil in Öl. |
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>> Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben. << (Ladislaus Boros) |
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"Hamilton" Railroad-Chronometer mit 21 Rubinen im sehrgut erhaltenem, 10 Karat goldplattiertem Gehäuse mit 2 Schraubdeckeln; fein geriffelter Gehäuserand und auch die beiden Deckel und der feste Bügel sind schön verziert; perfekt erhaltenes, sog. "doublesunk" Emaille-Ziffernblatt mit klar ablesbaren Ziffern - die Amerikaner sagen treffenderweise "Blind Man´s Dial" dazu; original Stahlzeiger, genauso fett; Zeigerverstellung über Schieber unter der Lünette bei der "eins" perfekt erhaltenes, streifendekoriertes Präzisionswerk; Kaliber 992 mit 21 Rubinen und in fünf Lagen feinreguliert; alle Wellen laufen in verschraubten Goldchatons; Ankerkloben mit verschraubtem Gold-Deckplättchen; Unruhewelle, Ankerwelle und Ankerradwelle zusätzlich unter Decksteinen (um die sog. "Höhenluft" der Wellen zu begrenzen und damit der Zapfen nicht mit der "Schulter" am Lagerstein reibt); Kompensations-Unruhereif mit Gold-Regulageschrauben; Schwanenhals-Feinregulage; massiv-goldenes Minutenrad; feinst geschliffene Aufzugsräder; Manufakturname, Werksnummern etc. sind mit Goldschrift vertieft in die Platine eingearbeitet worden das Gehäuse hat keinen Goldabrieb, das Werk hat eine Gangreserve von über 42 Stunden und ist vom Uhrmacher im Juni 2006 gewartet und neu einreguliert worden andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser ca. 51mm, das Kaliber 992 wurde zwischen 1903 und 1931 hergestellt Preis: 530,00 Euro Blind Man´s Dial
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>> Die Zeit bekehrt mehr Menschen als die Vernunft. << (Thomas Paine) |
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wunderbare Dueber/Hampden im schweren 14 Karat Goldgehäuse normalerweise hat man bei amerikanischen Taschenuhren nur die Wahl zwischen einem klasse Werk in einem unedlen Gehäuse oder halt eben umgekehrt; selten bekam man beides - allein schon deshalb ist diese Uhr eine Rarität sie hat ein wunderbar schweres, fein verziertes 14 Karat Goldgehäuse im super Zustand: Sprungdeckelfunktion perfekt - plan sitzende Deckel - strammer Bügel - schwergängige Scharniere - keine Dellen etc.; Staubdeckel ebenfalls 14 Karat; gut erhaltenes, signiertes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich; perlierte Goldlünette mit hauchdünnem Mineralglas; sehr feine Lochzeiger aus gebläutem Stahl; Zeigerverstellung über Schieber am Lünettenrand bei der fünf sehr schweres, 17-steiniges Neusilberwerk mit feinen Dekorationen; schwerer, obenliegender Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; mit Unruhelager insgesamt 6 verschraubte Goldchatons; natürlich safety Pinion; eine Augenweide ist natürlich die sog. "Teske-Feinregulage" mit überlangem Rückerzeiger, der über einen Gewindestab bewegt wird; alle Schrauben stahlgebläut und top erhalten letzte Revision beim Uhrmacher im März 2010 andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser 53mm; Gewicht 125,7gr. (ein gutes Viertelpfund sozusagen); hergestellt lt. Werksnummer 1897 Preis 2150,00 Euro Die "Dueber Watch Case Co.", gegründet 1863 von John C. Dueber, stellte Uhrengehäuse her. Ungefähr 1886 wurde ein sog. Antitrustgesetz verabschiedet und die Gehäusehersteller boykottierten die Fa. Dueber. Sie wurde vor die Entscheidung gestellt, entweder die Gehäuseherstellung aufzugeben oder - um im Geschäft zu bleiben - eine Uhrenmanufaktur hinzu zukaufen. Also kaufte Dueber 1886 die "Hampden Watch Co." aus Springfield, Massachusetts und verlegte ihren Standort 1888 nach Canton/Ohio. 1930 wurde die gesamte Fabrik für ca. 325.000 US $ an Armen Hammer verkauft, der alle Maschinen und sämtliche Uhrenteile in die damalige Sowjetunion verschiffen ließ. Mit an Bord waren 21 ehemalige Angestellte von Dueber, die in die Sowjetunion umsiedelten. Die US-Boys unterrichteten die Russen und wurden zur Basis des sowjetischen Uhrmacherhandwerkes (von "Uhrmacherkunst" kann man nicht sprechen). |
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seltene Präzisionsuhr der "Burlington Watch Company" aus Chicago mit 21 Jewels Die "Burlington Watch Company" war eine jener kleinen Uhrenmanufakturen, die gute Rohwerke von namhaften Firmen hinzukauften. Die eigene Produktion reichte nicht aus, um den riesigen amerikanischen Markt bedienen zu können. So wurde auch hier eines der besten Rohwerke der Fa. Illinois aus Chicago eingebaut. Finissiert und einreguliert wurde es natürlich bei Burlington. dick vergoldetes Walzgoldgehäuse mit seinerzeit 25-jähriger Garantie, auch heute noch ohne Goldabrieb; vorderer und hinterer Deckel aufgeschraubt; hinterer Deckel mit interessanter Gravur der sozialistischen Partei "Arbeiter der Welt - vereinigt euch"; wunderbares, haarrissfreies, sogenanntes "Double-Sunk"-Emaille-Ziffernblatt in "Montgomery-Ausführung", also dreiteilig mit ausgeschriebener Minuterie; originale, feuerrot schimmernde stahlgebläute Spade-Zeiger; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone Ziffernblatt, Gehäuse und Werk signiert mit "Burlington" hervorragendes Neusilberwerk mit guten Gangeigenschaften; insgesamt 21 Rubine; 4 sichtbar verschraubte, erhabene Rotgoldchatons; Ankerwelle unter zusätzlichem Deckstein im Deckplättchen federnd gelagert; Minutenrad und Sekundenrad aus Rotgold; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Gold; Unruhewelle unter Decksteinen; Breguet-Spirale mit Endkurve; Schwanenhals-Feinregulage andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser 49mm; hergestellt lt. Werksnummer zwischen 1905 und 1910 Preis: 480,00 Euro |
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