Präambel

Amerika war das erste Land, in dem konsequent eine fabrikmäßige Uhrenproduktion eingeführt wurde. Hier erfolgte eine mechanisierte Herstellung aller Uhrenteile, völlig gleich und daher austauschbar. Eine preiswerte Serienproduktion konnte entstehen.

Um 1900 lehrten die fünf größten Firmen der USA (Waltham, Elgin, Hamilton, Illinois u. Hampden) die Schweizer das Fürchten. So wäre beispielsweise unten aufgeführte Hampden mit 23 Steinen - wenn sie in der Schweiz hergestellt würde - unbezahlbar. Durch die beiden großen Eisenbahnlinien, welche das riesige Land durchqueren, waren die USA führend in der Entwicklung und Herstellung von exakt laufenden sogenannten "Railroad-Chronometern".

Tipp unter Freunden: Kaufen Sie nur amerikanische Uhren mit mindestens 15 Lagersteinen (die am besten auch noch in verschraubten Chatons sitzen sollten). Denn durchschnittliche Uhrenqualitäten - die nicht unbedingt schlecht sein müssen - sind durch die millionenfache Massenproduktion leider von minderem Wert.


schwere 14 Karat "Hamilton" mit Spitzenkaliber 941/Grade 999B mit 21 Rubinen

einwandfrei erhaltenes 14 Karat Massivgoldgehäuse der Fa. "Boston Watch Case" aus Massachusetts, absolut dellenfrei; wunderschöne Gravierungen an beiden Deckeln; Monogrammspiegel frei; fein verzierter Gehäuserand; Sprungdeckelfunktion perfekt auf exakt 90 Grad; Staubdeckel ebenfalls 14 Karat und ebenfalls am Außenrand fein verziert; runder 14 Karat Goldbügel mit seltenen "Saturnringen" ohne Abrieb vom Karabiner der Kette; alle Scharniere sind noch stramm, die Deckel sitzen plan und der Bügel hält in jeder Lage; makeloses Emaille-Ziffernblatt mit vertiefter Mitte und vertieftem Sekundenbereich signiert mit "A.N. Anderson, Standard Time"; perfekte stahlgebläute Spatenzeiger ohne Rostansatz; Zeigerverstellung über Schieber an der Lünette bei der fünf

hervorragendes, mit herrlichen Zierschliffen versehenes Neusilber-Platinenwerk; schwere, obenliegende Kompensationsunruhe mit Regulageschrauben aus Rotgold; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; langer Rückerzeiger über der Platine mit Gegendruckfeder am Unruhekloben; 5 sichtbar verschraubte Rotgoldchatons; insgesamt 21 Rubine; safety pinion; motor barrel; Werk ist in 5 Positionen einjustiert worden; Manufakturname, Werksnummern etc. sind mit Goldschrift vertieft in die Platine eingearbeitet worden

letzte Revision beim Uhrmacher im Mai 2007

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Durchmesser 53mm; Gewicht 120gr.; hergestellt lt. Werksnummer 1908

Preis: 2100,00 Euro

verkauft


schwere, interessante Taschenuhr der "Elgin National Watch Company", seltenes Modell "Convertible"
ein Leckerbissen für den Liebhaber ausgefallener Technik

im schweren Gehäuse der "Columbia Watchcase Company" Modell Essex; starke Vergoldung ohne Abrieb, mindestens 20% des Gehäuse sind massiv 14 Karat Gold - 2 Platten Gold umschließen eine Messingplatte, also kein herkömmliches Vergolden; Doppelscharniergehäuse; geriffelter Münzrand; noch schwergängiger Bügel; kratzerfreies, neues Mineralglas aus alten Beständen; schönes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich und roter Minuterie; feine, stahlgebläute Originalzeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Frontlünette

Ziffernblatt und Werk signiert mit "Elgin National Watch Co."

das "Convertible-Werk" hat ein sehr gesuchtes Kaliber, weil es einen ganz besonderen Zeigerverstell- bzw. Aufzugsmechanismus hat: die Zeigerstellung erfolgt kurioser Weise mit über das Sperrad des Aufzuges, das dafür extra entkoppelt wird (das Übertragungsrad könenn Sie im Zenturm der Rückansicht des Werkes erkennen, das Sperrrad des Aufzuges hebt und senkt sich je nach Schieberposition und entkoppelt damit Zeigerstellung und Aufzug); diese Werke wurden nur 2 Jahre hergestellt und in recht geringen Mengen zu 12.000 Stück; bemerkenswert ist auch das frühe Baujahr, als die meisten Uhren immer noch mit einem Schlüssel gestellt und aufgezogen wurden; ansonsten ist das Werk sehr gut erhalten und mit 15 Rubinen gut bestückt; 3 sichtbar verschraubte Chatons; schön verzierter Unruhekloben und überhaupt schöner Schliff auf dem Neusilberwerk; Feinregulage mit Mutter auf Gewindebogen; Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten

das "Convertible-Uhrwerk" kann sowohl in einem Savonnette- sowie auch in einem Lepine-Gehäuse eingebaut werden; eine Erfindung von Elgin, um den unterschiedlichen Tragegewohnheiten der Käufer gerecht zu werden; das Modell setzte sich am Markt nicht durch, denn die Herstellungskosten waren analog zum Absatz viel zu teuer

letzte Revision beim Uhrmacher im July 2008, Uhr läuft perfekt

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Durchmesser 54mm; hergestellt 1882

Preis: 625,00 Euro


große, seltene "HAMPDEN" mit 23 Jewels

High-Grade Railroad Taschenuhr in Chronometer-Qualität im 1a Zustand

schweres, hochglanzpoliertes Silveroid-Gehäuse im makelosen Zustand; griffiger Münzrand am Schraubdeckel; besonders kräftiges Pendant mit dicker Krone; flaches, ca. 5mm dickes original Mineralglas; schönes, dreiteiliges Emaille-Ziffernblatt mit Signatur "Hampden Watch Co."; stahlgebläute original Spatenzeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Lünette

herausklappbares Werk mit sagenhaften 23 Rubinen ebenfalls im Top-Zustand; wunderbarer Zierschliff auf der Platine; alle Wellen in verschraubten Goldchatons; auch die Welle des Federhauses liegt im dicken, 3-fach verschraubten Goldlager; Safety Pinion, und zwar mit Patent der Firma Hampden (bedeutet: Minutenrad-Sicherheitstrieb; ein Sicherheitstrieb mit Reibungskupplung, Trieb wird mittels Stahlrolle und Feder befestigt und von einem Vorreiber gesichert, damit beim Federbruch das Räderwerk bzw. die Hemmung nicht beschädigt wird); Mikrometer-Feinregulage; über der Werksebene liegender, aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Breguetspirale mit Phillips-Endkurve

fein damasziertes Werk

Die beste Werkserie, die Hampden seinerzeit herstellte - und das (fast) alles im Bestzustand. Fast: Auf dem großen Foto sind in der Ziffernblattmitte und außen zw. 4 u. 5 die kaum sichtbaren, dünnen Krakelee-Risse zu erkennen. Ich war bisher (wohl aufgrund meiner Altersfehlsichtigkeit) der Meinung, das Ziffernblatt sei fehlerfrei. Am besten kauft die Uhr nur jemand, der genauso schlecht sieht wie ich. (Scherz).

Gewicht 150 gr., circa 58mm Durchmesser, hergestellt um 1905

Preis: 950,00 Euro


Stahlzeiger oder auch Schrauben werden aus Gründen der Dekoration und natürlich auch als Oxydationsschutz blau "angelassen", indem der Uhrmacher das zu bearbeitende Teil auf ein sog. Anlassblech legt und vorsichtig bis 300 Grad erhitzt. Das Metall überzieht sich dabei mit einer hauchdünnen, kornblumenblau schimmernden Schicht "Magnetit". Sobald die gewünschte Farbgebung erreicht ist, taucht man das Teil in Öl.


schöne Waltham Modell "Marquis" im Halbsavonnette-Gehäuse

im vergoldetem "Dennison Watch Case"; Sprungdeckelfunktion perfekt; signiertes Emaille-Ziffernblatt im makellosem Zustand; original stahlgebläute Spatenzeiger, wobei der Stundenzeiger einen "doppelten Spaten" hat, damit bei geschlossenem Sprungdeckel die Zeit korrekt abgelesen werden kann; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone; Gehäuse hat ein paar altersbedingte Spuren (nicht störend)

sehr schönes, ebenfalls signiertes Werk mit guter Vergoldung; insgesamt 15 Rubine; 4 sichtbar verschraubte Goldchatons; aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguetspirale mit Endkurve; Stahlanker mit offenen Rubinpaletten; alle Schrauben wunderschön stahlgebläut

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Durchmesser ca. 51mm; hergestellt 1913 (lt. Werksnummer)

Preis: 295,00 Euro


>> Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben. << (Ladislaus Boros)


"Hamilton" Railroad-Chronometer mit 21 Rubinen

im sehrgut erhaltenem, 10 Karat goldplattiertem Gehäuse mit 2 Schraubdeckeln; fein geriffelter Gehäuserand und auch die beiden Deckel und der feste Bügel sind schön verziert; perfekt erhaltenes, sog. "doublesunk" Emaille-Ziffernblatt mit klar ablesbaren Ziffern und original Stahlzeigern; Zeigerverstellung über Schieber unter der Lünette bei der "eins"

perfekt erhaltenes, streifendekoriertes Präzisionswerk; Kaliber 992 mit 21 Rubinen und in fünf Lagen feinreguliert; alle Wellen laufen in verschraubten Goldchatons; Ankerkloben mit verschraubtem Gold-Deckplättchen; Unruhewelle, Ankerwelle und Ankerradwelle zusätzlich unter Decksteinen (um die sog. "Höhenluft" der Wellen zu begrenzen und damit der Zapfen nicht mit der "Schulter" am Lagerstein reibt); Kompensations-Unruhereif mit Gold-Regulageschrauben; Schwanenhals-Feinregulage; massiv-goldenes Minutenrad; feinst geschliffene Aufzugsräder; Manufakturname, Werksnummern etc. sind mit Goldschrift vertieft in die Platine eingearbeitet worden

das Gehäuse hat keinen Goldabrieb, das Werk hat eine Gangreserve von über 42 Stunden und ist vom Uhrmacher im Juni 2006 gewartet und neu einreguliert worden

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Durchmesser ca. 51mm, das Kaliber 992 wurde zwischen 1903 und 1931 hergestellt

Preis: 530,00 Euro


>> Die Zeit bekehrt mehr Menschen als die Vernunft. << (Thomas Paine)


noch etwas für Präzisionsfanatiker im seltenen "Bulldog-Gehäuse"

Bulldog-Gehäuse deshalb, weil der halbrunde Bügel mit dem besonders dicken Pendant mit etwas Phantasie an den den kräftigen Hals mit Kopf einer Bull-Dogge erinnert; perfekt erhaltene Vergoldung des Gehäuses; beide Deckel natürlich geschraubt mit griffigem Mäander-Muster an den Rändern; Werk ist nochmal mit einem extra Staubdeckel geschützt, was man bei den Ami´s selten findet; perfekt erhaltenes, 3-teiliges Emaille-Ziffernblatt mit fetten, gut ablesbaren Zahlen - die Amerikaner sagen "blind man´s dial" dazu; stahlgebläute Originalzeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Lünette

perfekt erhaltenes Hamilton Prazisionskaliber 992 mit 21 Rubinen; Minutenrad aus massiv Rotgold; alle Wellen laufen in verschraubten Goldchatons; Kloben und Platinen streifendekoriert; Ankerkloben mit verschraubtem Goldplättchen als Stoßsicherung; Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Breguet-Spirale mit Phillips-Endkurve; Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; Schwanenhals-Feinregulage; Werk ist in 5 Lagen einreguliert worden

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Durchmesser 52mm, hergestellt 1919

Preis: 530,00 Euro


feine "Hamilton" mit "jewelled barrel" und Montgomery-Ziffernblatt

im bestens erhaltenem, vergoldeten "Keystone-Watchcase" in der J.Boss-Qualität; beide Deckel geschraubt; Deckelränder mit griffigen Münzrändern; einwandfrei erhaltenes, sog. Montgomery-Ziffernblatt mit ausgeschriebener Minuterie in "double-sunk"-Ausführung - das Emailleblatt hat also eine vertiefte Mitte und einen vertieften Sekundenbereich (allein dieses Blatt wird bei den Ami´s mit 200 Dollar gehandelt); originale, stahlgebläute Zeiger; Zeigerverstellung über Schieber unter der Lünette

hervorragendes, recht seltenens, überreich dekoriertes Zweidrittel-Platinenwerk (Kaliber 996, 16 Size) in makeloser Erhaltung; insgesamt 19 Rubine; das Beste ist natürlich das dreifach gelagerte Federhaus, dessen Welle in einem goldgefassten Rubin gelagert ist; 5 sichtbar verschraubte Goldchatons; hochglanzpolierter Stahlanker und hochglanzpoliertes Ankerrad; offene, große Rubinpaletten beim Anker; Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Phillips-Endkurve; Schwanenhals-Feinregulage; Herkunft und Qualitätsmerkmale in Goldschrift in der Platine eingelassen; in 5 Positionen und 2 Temperaturen feinreguliert

Werke mit 19 Rubinen sind seltener und auch gefragter als Werke mit 21 Rubinen. Seltsam und für mich immer noch unerklärlich ist auch die Tatsache, warum gerade die 19-steinigen Werke oft ein "jewelled barrel" haben und die "21-steinigen" eigentlich nie. Vielleicht hilft mir ja ein wohlgesonnener Sitebesucher auf die Sprünge.

letzte Revision beim Uhrmacher im Herbst 2004; Uhr hat eine Gangreserve von fast 50 Stunden

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Durchmesser ca. 51mm; das Kaliber 996 wurde zwischen 1915 und 1928 hergestellt; aufgrund der recht frühen Werknummer würde ich auf ca. 1920 oder etwas früher tippen

Preis: 580,00 Euro


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