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hervorragendes, schweres Sammlerstück "Agassiz Watch Co." aus Genf mit 21 Jewels für den amerikanischen Markt

sehr massives 14 Karat Goldgehäuse mit ca. 105gr. Gewicht - das ist sehr viel für eine Taschenuhr im Lepine-Gehäuse; es gibt keine nennenswerten Gebrauchsspuren; glatter Rückendeckel; Staubdeckel ebenfalls 14 Karat; einwandfrei erhaltenes, dreiteiliges Emaille-Ziffernblatt; perfekte, stahlgebläute Spade-Zeiger; Zeigerverstellung durch Schieber unter der Glaslünette

diese Uhr kommt zwar recht schwer, aber dennoch schlicht daher - hat es aber faustdick hinter den Ohren, denn:

das Werk ist von einer Qualität, wie man es selten findet; allein schon die Tatsache, daß man nur die Krone "ansehen" muß - und schon läuft die Unruhe auf vollen Touren; auf der Ziffernblattseite signiert; ein außergewöhnlich geschnittenes Dreiviertel-Platinenwerk aus vernickeltem Stahl mit feiner Dekoration; alle Schrauben gebläut; großer, aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben teils aus Rotgold, teils aus Platin; Unruhewelle, Ankerwelle und Ankerradwelle zusätzlich unter Decksteinen; polierter Stahlanker mit sog. Schwalbenschwanz-Ausgleichsgewichten; schön anzusehen sind auch die großen, abgerundeten Rubinpaletten; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; sehr große Schnecken-Feinregulage - so groß, daß sie keinen Platz mehr auf dem Unruhekloben findet und auf einem separaten Klötzchen sitzt; die 21 Jewels sind bereits in der Überschrift erwähnt und ein großer Teil davon sitzt in erhabenen, verschraubten Goldchatons; alle Stahlteile fein poliert und über jeden Zweifel erhaben

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Durchmesser ca. 51mm; hergestellt um 1880

Preis: 1650,00 Euro

verkauft


Agassiz - Francillon - Longines - dann wieder Agassiz: die Schweizer stecken alle unter einer Decke

Auguste Agassiz wurde am 15. April 1809 in Môtier als Sohn des Gemeindepfarrers Louis Benjamin Agassiz und Rose geb. Mayor geboren. Nach einer Banklehre bei Mayor-Fornachon in Neuenburg gründete er zusammen mit Henri Raiguel und Florian Morel die Firma Raiguel Jeune & Co., ein Unternehmen zur Herstellung und zum Vertrieb von Gebrauchsuhren. Nach dem Ausscheiden von Henri Raiguel im November 1838 firmierte das Unternehmen unter Agassiz & Co., es exportierte Uhren in die USA. Nach dem Ausscheiden von Florian Morel am 31. Dezember 1846 war Auguste Agassiz Alleininhaber der Firma. Sein Vertriebspartner in New York war der Cousin Auguste Mayor. Von 1846 bis 1847 war Agassiz Gemeindepräsident von Saint-Imier. Danach zog er sich gesundheitshalber nach Lausanne zurück und übergab die Leitung des Unternehmens 1854 an François Secretan und seinen Neffen Ernest Francillon, der 1867 die Manufaktur Longines gründete.

Der Sohn von Auguste Agassiz und der Amerikanerin Cécile Eugénie Eilshemius - Georges Agassiz - wurde am 31. Januar 1846 in Saint-Imier geboren und absolvierte ein naturwissenschaftliches Studium am Collège Galliard in Lausanne. Er war Mitglied der Verbindung Belles-Lettres. Nach wissenschaftlichen Forschungen in den Vereinigten Staaten bei seinem Onkel Louis Agassiz arbeitete er ab 1870 in Saint-Imier bei Francillon und Longines und gründete 1876 in Genf eine eigene Uhrenfabrik unter der Firmierung "Agassiz Watch Co."


>> Ein Leben ohne Uhr ist zwar möglich, aber sinnlos. <<
(da hat "Loriot" wohl was verwechselt, als er einfach "Mops" zur Uhr sagte)


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feine Taschenuhr der "Agassiz Watch Co." aus Genf im amerikanischen Dueber-Gehäuse

Uhr ist am Werk auf der Ziffernblattseite signiert mit "Agassiz" und dem typischen Agassiz-Fischsymbol, Ziffernblatt und sichtbare Werksseite signiert mit "A.C. Liphardt, Fernie/B.C.". Liphardt war ein Absolvent der kanadischen Uhrenakademie aus Fernie in British Columbia, der dieses Werk in ein Savonnette-Gehäuse der Firma John Dueber aus Canton/Ohio einbaute.

einwandfrei erhaltenes Sprungdeckel-Gehäuse mit dicker Goldauflage; sehr schöne Verzierungen an beiden Deckeln; Sprungdeckel mit freier Monogrammkartusche; polierter Staubdeckel; makelloses, signiertes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich und wunderschönen Ziffern unter hauchdünnem Mineralglas; original Spade-Zeiger aus gebläutem Stahl; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

sehr feines, flaches, signiertes Neusilber-Brückenwerk - es sollte auch höchste Ansprüche befriedigen; insgesamt 17 Rubine bis hin zum Minutenrad, dessen Welle im dreifach verschraubtem Goldchaton gelagert ist; Ankerradwelle unter Deckstein im federnden Stahlplättchen gelagert; polierter Stahlanker mit großen, arrondierten Rubinen in den Klauen; Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; Schwanenhals-Feinregulage; getrennte Aufzugspartie

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Durchmesser 48mm; hergestellt ca. 1900

Preis: 695,00 Euro


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"Longines" aus St. Imier für den amerikanischen Markt mit klasse Werk

Das Werk wurde an den amerikanischen Uhrenhändler "Davis & Freeman" aus Atlanta/Georgia geliefert, der das Werk und das Ziffernblatt auch so signieren ließ. Wie fast immer wurde auch hier das sog. "Exportwerk" nicht vergoldet, sondern vernickelt. Davis & Freeman baute das Werk in ein Gehäuse der "Crescent Watch Case Company" aus NewYork ein.

gut erhaltenes Gehäuse mit dicker Vergoldung - darauf gab´s seinerzeit 25 Jahre Garantie auf Abrieb; hinterer Deckel mit kunstvoller Heraldik; kratzerfreier, spiegelpolierter Staubdeckel; sehr schönes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich und fein verzierten Ziffern (ein kleiner Haariss über der elf sollte nicht stören); neues Mineralglas aus alten Beständen; Zeiger aus gebläutem Stahl; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

hochrangiges, vernickeltes Stahlwerk mit insgesamt 17 Rubinen; in 5 Lagen und bei mindestens 2 Temperaturen einreguliert; signiert mit "Longines" und "Davis & Freeman"; Minutenradwelle mit safety pinion; vier verschraubte, erhabene Rotgoldchatons; polierter Stahlanker mit sichtbaren Rubinpaletten; aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve

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Durchmesser 47mm; hergestellt lt. Werksnummer 1909

Preis: 325,00 Euro


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Taschenuhr "Longines" aus St. Imier

sehr schönes, gut erhaltenes 800er Silbergehäuse; Deckelränder und Gehäuserand rotvergoldet; guillochierter hinterer Deckel mit freier Monogrammkartusche; Staubdeckel ebenfalls Silber mit Medaillen- und Herkunftsgravuren; makelloses Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich unter hochgewölbtem, kratzerfreiem Mineralglas; original Louis-XV-Zeiger; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

Ziffernblatt, Gehäuse, Staubdeckel und Werk signiert mit "Longines"

vergoldetes Werk mit insgesamt 15 Rubinen; Schweizer Kolbenzahn-Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; Anker aus spiegelpoliertem Stahl; aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; Breguet-Spirale mit Endkurve; alle Stahlteile einwandfrei erhalten

letzte Revision beim Uhrmacher im Dezember 2011

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Durchmesser 50mm; hergestellt lt. Werksnummer 1917

Preis: 325,00 Euro

verkauft


1866 erwarb Ernest Francillon ein Grundstück am Ufer der Schüss in Saint Imier und machte die Flurbezeichnung "Les Longines" kurzerhand zum Markennamen seiner Uhren. Weil der Fluß kostenlos die Energie lieferte, konnte Francillon in der neu gebauten Fabrik maschinell unterstützte Herstellungsverfahren entwickeln, die günstige Werke und Uhren mit gleichmässig hoher Qualität lieferten.


>> Füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz, und räum´ ihn auch getrost, es fehlt nicht an Ersatz! <<
(Friedrich Rückert, dt. Dichter 1788-1866)


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sehr seltene, frühe "Longines" mit zusätzlichem Chronograph nach Patent von "Alfred Lugrin"

im schweren 800er Silbergehäuse; hinterer Deckel mit freiem Monogrammfeld; vergoldeter Staubdeckel mit Hinweisen auf die Werksqualität; makelloses Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich; sehr feine, original Stahlzeiger; hochgewölbtes, kratzerfreies Mineralglas; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der eins; Start-, Stop- und Nullstellung des Chronozeigers durch Druck auf die Krone

vergoldetes Zweidrittel-Platinenwerk signiert mit Longines und dem Hinweis auf Lugrin´s Patent von 1876; insgesamt 15 Rubine; großer, seitlich angeordneter Stahlanker mit verdeckten Rubinpaletten und rundem Gegengewicht; Lager des Ankers in der Werksebene; Unruhereif aus Bi-Metall mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; hinten sichtbar aufgesetzter Chronographenmechanismus mit Vertikal-Kupplung zwischen Chronograph und Uhrwerk

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Durchmesser ca. 54mm; hergestellt um 1879

Preis: 690,00 Euro

verkauft


Alfred Lugrin - vom Kuhhirten zum begnadeten Uhrmacher
Zuerst Kuhhirte im Vallee de Joux, dann Hilfsarbeiter bei LeCoultre in Le Sentier - wo er sich bald darauf als Spezialist für Chronographen hervortat. Im Alter von 25 Jahren gründete er zusammen mit drei befreundeten Kollegen ein eigenes Atelier, wo im Auftrag von Uhrenherstellern Chronographen-Module auf Fremdwerke aufgesetzt wurden. Um 1890 siedelte das Unternehmen nach L'Orient um. Nach dem Tod von Alfred Lugrin übernahm dessen Schwiegersohn Marius Meylan die Leitung und änderte den Namen der Firma in "Lemania" um, benannt nach der französischen Bezeichnung des Genfer Sees - Lac Leman.


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schöne Taschenuhr im Tulasilber-Gehäuse

sehr gut erhaltenes 800er Silbergehäuse mit schwarzen Niello-Einlagen; Rückendeckel mit freier Monogrammkartusche aus Gold; Staubdeckel ebenfalls Silber mit Medaillen- u. Herkunftsgravuren; makellose, vergoldetes Messingziffernblatt; original stahlgebläute Kathedralzeiger; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

neuwertig erhaltenes, vergoldetes Werk; insgesamt 15 Rubine; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; monometallischer Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; alle Stahlteile perfekt erhalten

letzte Revision beim Uhrmacher im Juno 2011

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Durchmesser 50mm; hergestellt um 1920

Preis: 310,00 Euro


>> Nimm dir Zeit, um freundlich zu sein - es ist das Tor zum Glücklichsein << (Irland)


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gut erhaltene Taschenuhr von "Meyer Fils" aus La Chaux de Fonds im Tulasilber-Gehäuse

sehr gut erhaltenes 800er Silbergehäuse mit schwarzen Niello-Einlagen; Staubdeckel ebenfalls Silber mit Medaillen- u. Herkunftsgravuren, signiert mit "Perfecta"; schönes, signiertes, dreiteiliges Emaille-Ziffernblatt (zarter Haarriss zwischen 11 u. 12); stahlgebläute Kathedral-Zeiger; kratzerfreies Mineralglas; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

einwandfrei erhaltenes, vergoldetes Werk, ebenfalls signiert mit "Perfecta"; insgesamt 15 Rubine; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; alle Stahlteile poliert und in Ordnung

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Durchmesser 51mm; hergestellt um 1910

Preis: 350,00 Euro


"Perfecta" ist das 1898 eingetragene Warenzeichen der Manufaktur "Meyer Fils & Co." aus La Chaux de Fonds. Auch der Gehäusebauer ist durch die eingeschlagene Punze "Niel HF" innen am hinteren Deckel nachweisbar - es ist die Fa. "Huguenin Frères" aus LeLocle. (Literatur vgl. Kathleen Pritchard "Swiss Timepiece Makers" und Karl Kochmann "Clock & Watch Trademark Index")

Niello: eine seit der Antike bekannte Ziertechnik in der Goldschmiedekunst; dunkle Schwermetallsulfide werden als Farbkontrast auf ein graviertes oder ziseliertes Trägermaterial aus Edelmetall aufgetragen und eingeschmolzen. Anschließend wird die Oberfläche wieder glattpoliert; im Jugendstil und im Art-Deco sehr beliebt bei Taschenuhrengehäusen. In der russischen Stadt TULA wurde diese Technik zu Beginn des 20ten Jahrhunderts häufig angewandt, daher der Name "Tulasilber".


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