|
|
|
sehr große, flache, 18 Karat "Crepet à Rouen" mit Rubinzylinder und Viertelrepetition Funktionierende Stein(Rubin)zylinderhemmungen sind sehr selten zu finden und wurden nur bei den teuersten und feinsten Taschenuhren verwendet. Sie nützen sich zwar tausendmal weniger ab als Stahlzylinder, sind aber umso zerbrechlicher und wurden deshalb meist zerstört und durch Stahlzylinder ersetzt. Die Herstellung dieser Halbschale aus einem Rubin war eine Technik, die nur sehr wenige Steinmacher beherrschten. Allein schon das Einarbeiten der Rubinhalbschale in die Welle war eine hohe Kunst, wenn man bedenkt, dass der maximale Durchmesser 1,5mm nicht überschreitet. Und die Kameraden ließen sich das auch bezahlen - alles in einem ein sündhaft teures Detail für diese Hemmung. wunderbar erhaltenes 18 Karat Gelbgold-Gehäuse - es war vor 200 Jahren nicht in einem wesentlich besseren Zustand; noch gut erhaltene Guillochierung am hinteren Deckel mit freiem Monogrammfeld; auch der Gehäuserand mit seiner noch tiefen Riffelung und den fein eingearbeiteten Scharnieren ist dellenfrei; feuervergoldeter Staubdeckel beschriftet mit "J´appartiens à Mr.Crepet de Rouen" (ich gehöre zu Herrn Crepet aus Rouen); feines, hauchdünnes, mittig guillochiertes Ziffernblatt aus massivem Silber; stahlgebläute Breguet-Zeiger; Zeigerverstellung und Aufzug mit Schlüssel über Vierkant werksseitig; Auslösung des Schlagwerks durch Drücken am Pendant feuervergoldetes Werk mit seltenem Aufbau; es kommt aus der Schule von Lepine oder Breguet; typisch dafür auch die Form des Unruheklobens und die riesigen Rubine für die Unruhewelle und die Zylinderradwelle - Unruhewelle mit zusätzlichen Decksteinen, also 6 Rubine plus Rubinzylinder; Unruhereif aus Rotgold; schönes, aufgehängtes Federhaus mit intakter, sichtbarer Malteserkreuz-Stellung um u.a. die Aufzugsfeder vor gewaltsamer Überdrehung zu schützen; Einstellungsmöglichkeit der Schlagwerksgeschwindigkeit über Vierkant; Schlag mit zwei polierten Stahlhämmern auf 2 Stahlfedern mit lautem, hellen Klang letzte Revision beim Uhrmacher im Februar 2011 andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser 58mm; hergestellt um 1810 Preis: 3990,00 Euro |
|
>> Die Zeit ist aus den Fugen, verfluchte Schicksalstücken, daß ich geboren ward, um sie zurechtzurücken. << William Shakespeare (Hamlet) |
|
|
|
|
frühe, extra flache Schlüssel-Taschenuhr signiert "Lepine à Paris" sehr feines, gut erhaltenes Silbergehäuse mit im Gehäuserand eingelassenen Scharnieren; guillochierter hinterer Deckel; geriffelter Gehäuserand; schöner, signierter, feuervergoldeter Staubdeckel; hauchdünnes Silberziffernblatt mittig fein verziert; stahlgebläute Zeiger; gewölbtes original Mineralglas gut erhaltenes, flaches Brückenwerk mit einwandfreier Vergoldung; insgesamt 6 Rubine; Bischofsstab-Minutenradbrücke; wolfsverzahntes Sperr-Rad mit langer Feder für den Sperrkegel; Zylinderhemmung; flacher, vergoldeter Unruhereif; Unruhewelle unter Decksteinen andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser ca. 50mm; hergestellt um 1840 Preis: 500,00 Euro |
|
|
|
frühe, extra flache Schlüssel-Taschenuhr mit Zylinderhemmung wunderschönes, typisch französisches Silber-Gehäuse mit geriffeltem Rand; mindestens 800er Silber; Staubdeckel mit einwandfrei erhaltener Feuervergoldung; interessant natürlich das hauchdünne, massive Silberziffernblatt mit feiner Ziselierung; extra feine, verzierte Stahlzeiger; kratzerfreies, original Mineralglas mit abgeflachter Mitte gut erhaltenes, flaches Brückenwerk mit einwandfreier Vergoldung; insgesamt 6 Rubine; Bischofsstab-Minutenradbrücke; wolfsverzahntes Sperr-Rad mit langer Feder für den Sperrkegel; Zylinderhemmung; flacher, vergoldeter Unruhereif; Unruhewelle unter Decksteinen letzte Revision beim Uhrmacher im November 2010 andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser ca. 49mm; hergestellt um 1840 Preis: 440,00 Euro |
|
>> Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert. << (John A. Wheelers) |
|
|
|
gut erhaltene Taschenuhr von "E. Marguet" aus Metz in Mediumgröße sehr schön erhaltenes Gehäuse im astreinen Art-Deko-Stil - typisch dafür das geometrische Muster am Rückendeckel und typisch auch die stilisierten, arabischen Ziffern; Gehäuse innen punziert mit "Argentan", auch Alpacca oder Neusilber genant - eine Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel; feiner Perlrand an den Deckeln; spiegelpolierter Staubdeckel; makelloses, signiertes Emaille-Ziffernblatt unter kratzerfreiem Mineralglas; perfekt erhaltene original Louis-XV-Zeiger; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der elf neuwertig erhaltenes, vergoldetes Werk mit recht später Zylinderhemmung; signiert mit "Priorita, Besancon"; insgesamt 10 Rubine; dreischenkliger Unruhereif bestehend aus eine Silber/Nickel-Legierung; Unruhewelle unter Decksteinen; sehr schöne, halbverdeckte Aufzugspartie; stahlgebläute Schräubchen für die Brücken und Kloben, alle sonstigen Stahlteile hochglanzpoliert und wie neu Marguet aus Metz war der Uhrenhändler, hergestellt wurde unser Ührchen aber in der Manufaktur der "Juvenia" von Didisheim-Goldschmidt, ein Schweizer Unternehmen aus La Chaux de Fonds. Interessant weil eigentlich unbekannt und nirgendwo in der Literatur zu finden ist die Tatsache, dass die Juvenia auch eine Niederlassung in Besancon/Frankreich hatte. "Priorita" - wie auf dem Werk punziert, ist die 1906 eingetragene Marke von Didisheim-Goldschmidt. frisch gewaschen und geföhnt beim Coiffeur im Januar 2011 ander Ansichten (bitte klicken) Durchmesser ca. 45mm; hergestellt um 1920 Preis: 235,00 Euro |
|
feine Taschenuhr mit Präzisionswerk von "C. Crettiez" aus Cluses/Hoch-Savoyen im einwandfrei erhaltenem Gehäuse aus Argentan; florales Muster an der Glaslünette und am hinteren Deckel; freie Monogrammkartusche; makelloses, dreiteiliges Emaille-Ziffernblatt - Ziffernblatt signiert mit "Victor Ayed" aus Sfax - Sfax ist die zweitgrößte Stadt Tunesiens und Tunesien war seinerzeit französisches Protektorat - unsere Uhr wurde also für den tunesischen Markt hergestellt; perfekt erhaltenes Mineralglas; perfekt erhaltene Spatenzeiger; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der elf neuwertig erhaltenes, vergoldetes Werk; signiert mit "C. Crettiez"; wunderschön geschwungene Brücken in der Art von Patek-Philippe; insgesamt 18 Rubine; Ankerradwelle unter zusätzlichem Deckstein im federnden Deckplättchen aus Stahl gelagert; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; monometallischer Unruhereif mit Regulierschrauben aus Rotgold; helle Breguet-Spirale mit Endkurve; alle Stahlteile perfekt letzte Revision beim Uhrmacher im August 2011 andere Ansichten (bitte klicken) Durchmesser 50mm; hergestellt um 1915 Preis: 415,00 Euro |
|
Ende (Taschenuhren Frankreich) |