Präambel

Deutschland war im 16ten Jahrhundert die führende Uhrennation. Danach kamen lange Zeit keine neuen Innovationen aus diesem unserem Lande. Seit dem frühen 20ten/spätem 19ten Jahrhundert sind wir wieder ganz oben auf, natürlich zusammen mit den Eidgenossen.

Zu verdanken ist dies zum großen Teil der Uhrenindustrie aus dem "bergischen Lande", die im 18ten Jrhdt. erfolgreich Wanduhren aus Holz und ab ca. 1900 die ersten günstigen Taschenuhren herstellten. Anders dagegen unsere sächsischen Freunde aus Glashütte - allen voran Ferdinand Adolf Lange - aus dessen Lehrwerkstatt die besten Uhrmacher hervorgingen und sich so um 1850 selbstständig machten.

Glashütter Uhren gehören zu den Besten der Welt - und sind dementsprechend sündhaft teuer.

Leider werden diese Taschenuhren größtenteils nur noch als Spekulationsobjekte mißbraucht, ganz im Sinne von Angebot und Nachfrage, aber schlecht für das "Kulturgut Uhr". Höchste Vorsicht ist geboten, denn der hohe Wert der Uhren verleitet so manchen Händler zu unseriösen Aktionen, um die schnelle Mark zu machen (sekundäres Gehäuse, neues Ziffernblatt etc.). Nur, eine Lange Uhr im original Stahlgehäuse ist nunmal wesentlich mehr wert als das gleiche Werk in einem sekundären Goldgehäuse. Und das kann dem vom Uhrenvirus befallenen Sammler, der oft an oder sogar über die Grenze seiner finanziellen Möglichkeit geht, schnell zum Verhängnis werden.

Also immer schön auf dem Teppich bleiben.


A

feine, schwere Golduhr von "Johannes Dürrstein" aus Dresden mit Viertelrepetition

im fast neuwertig erhaltenem, sehr massivem 14 Karat Rotgoldgehäuse; im inneren Deckel signiert mit "D im Stern" für "Joh. Dürrstein - Marke Monopol"; spiegelpolierter, kratzerfreier Staubdeckel ebenfalls 14 Karat; einwandfrei erhaltenes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich; original Louis-XV-Zeiger - und schauen Sie sich mal den feinen Sekundenzeiger an; kratzerfreies Mineralglas; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der eins; Auslösung der Viertelrepetition über Schieber am Gehäuserand (ist im Gegensatz zu einem Drücker die qualitätvollere Ausführung)

neuwertiges Werk mit perfekter Vergoldung; insgesamt 15 Rubine; Schweizer Kolbenzahn-Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; Schlagwerk mit zwei übereinander liegenden, polierten Stahlhämmern auf zwei Tonfedern mit klarem Klang

andere Ansichten (bitte klicken)

Durchmesser ca. 54mm; hergestellt um 1910

Preis: 2950,00 Euro


Die Uhrengroßhandlung "Dürrstein & Co." wurde von Johannes Dürrstein und Friedrich Dürrstein 1874 in Dresden gegründet und hatte ihren Firmensitz in der Waisenhausstraße 27. Dürrstein handelte mit Taschenuhren der Marken "Felsenburg", "Monopol" und "Columbus". Sein größtes Geschäft machte er allerdings mit der Fa. Lange u. Söhne, deren Uhren nur er allein vertrieb.


A

ungewöhnlich große TU "Felsenburg" von Johannes Dürrstein aus Dresden

im extrem großen Stahl/Nickelgehäuse; sehr gut erhalten - keine nennenswerten Macken; wohl Dienstuhr für Post oder Bahn; einwandfrei erhaltenes Emaille-Ziffernblatt mit fetten, gut ablesbaren Ziffern; stahlgebläute Originalzeiger; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der eins

vergoldetes Dreiviertel-Platinenwerk Kaliber Felsenburg; insgesamt 6 Rubine; Zylinderhemmung; Unruhereif besteht aus einer Goldlegierung; Unruhewelle unter Decksteinen; stahlgebläute Schrauben

andere Ansichten (bitte klicken)

Durchmesser 75mm; hergestellt um 1890/1900

Preis: 350,00 Euro


>> Die Zeit ist Gottes Art, Kredit zu geben. << (Ralph Boller)


A

ein Glashütter Kunstwerk zum Ende der Kaiserzeit

Es handelt sich hier um eine extrem schwere, große, fast neuwertige Beobachtungsuhr der "Deutschen Uhrenfabrikation Glashütte" der Fa. Adolph Lange & Söhne - hergestellt für die Kriegsmarine. Das hier verwendete Kaliber 45 war die Beobachtungsuhr der Kaiserzeit. Das 45 Millimeter große ¾-Platinen-Werk in DUF-Qualität hat Glashütter Goldankerhemmung, Kompensationsunruhe mit großem Durchmesser und Stahl-Breguetspirale. Das Gehäuse ist aus 900er Silber in der Form "Jürgens", der Außendurchmesser betrug immer 59 Millimeter. Hauptabnehmer waren die kaiserlichen Werften in Wilhelmshaven, Kiel und Danzig sowie das Hydrographische Amt in Pola, die Uhrenhändler waren in der Hauptsache W. Schuchmann, Wilhelmshaven und Joh. Quandt, Hamburg. Der Produktionsbeginn war März 1900. Vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg wurden 1246 Uhren mit Nummern zwischen 39361 und 79320 verkauft. Literatur vgl. "Klassik Uhren", Ausgabe Mai 2000 und natürlich "Militäruhren" von Konrad Knirim - dort ist unsere Uhr mehrfach abgebildet und beschrieben worden. Ein Stammbuchauszug in Kopie vom Glashütter Uhrenmuseum liegt vor, demnach verkauft 1919 für 263 Goldmark an die Firma Breuer in Ratibor.

fast neuwertig erhaltenes 900er Silbergehäuse; alles ist noch stramm und fest und es gibt auch keine Kratzer oder Dellchen; Gehäuse und Werk nummerngleich (79036); polierter Staubdeckel ebenfalls Silber; guillochierter hinterer Deckel mit freiem Monogrammfeld - innen mit der Lange-Punze versehen; makelloses, signiertes Emaille-Ziffernblatt mit großem, vertieftem Sekundenbereich; kratzerfreies Mineralglas; auch die stahlgebläuten Spatenzeiger sind original und perfekt erhalten; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der elf

neuwertig erhaltenes, körnig vergoldetes ¾-Platinen-Werk mit insgesamt 15 großen, ausgesuchten Rubinen; natürlich signiert und nummeriert; Aufzugsräder mit Glashütter-Sonnenschliff; alle Werksschrauben mit perfekter Bläuung; großer, aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; spiegelpolierte Schwanenhals-Feinregulage auf typisch geschnittenem Glashütter Unruhekloben; wunderbar gleichmäßige, blaue Breguet-Spirale mit Philipps-Endkurve; Glashütter-Ankerpartie mit verdeckten Rubinpaletten; Anker und Ankerrad aus Rotgold; diese DUF-Werke waren den normalen Werken von ALS insofern überlegen, weil Sie als Beobachtungsuhren immer bei drei verschiedenen Temperaturen einreguliert wurden

andere Ansichten (bitte klicken)

Durchmesser 59mm; Gewicht ca. 140gr.; hergestellt 1919

Preis: 4390,00 Euro


A

bildschöne Taschenuhr "Otto Kindermann" aus Honnef am Rhein, punziert mit "zuverlässig"

Otto Kindermann war der Uhrenhändler, nicht der Hersteller. Da das Werk und auch das Gehäuse mit dem schönen Namen "zuverlässig" punziert ist - und der gute alte chronoguide mindestens 3 lfdm. Uhrenliteratur zur Verfügung hat - konnte die Manufaktur schnell ermittelt werden: Es ist "Max Kamm" aus Aachen, der seine Werke mit dem Namenszug "zuverlässig" im Hosenbandorden kennzeichnete (Literatur vgl. Jürgen Abeler, Meister der Uhrmacherkunst). Und zuverlässig ist diese Uhr wirklich, denn nach der Revision beim Uhrmacher im November 2011 läuft sie wie Schmitz Katze.

tadellos erhaltenes 800er Silbergehäuse mit rotvergoldeten Deckelrändern (Vergoldung ohne Abrieb); die großformatigen Bilder offenbaren leider oder gottseidank schonungslos jede Macke, deshalb kann die minimale, unauffällige Druckstelle am Gehäuserand bei der zwei nicht verschwiegen werden; hinterer Deckel mit griffiger Guillochierung und freiem Monogrammfeld; Staubdeckel mit sauber ausgeführter Jubiläumsgravur; makelloses, dreiteiliges, signiertes Emaille-Ziffernblatt unter Mineralglas; original Lochzeiger aus Rotgold; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

neuwertig erhaltenes, vergoldetes Werk mit insgesamt 15 Rubinen; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; monometallischer Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; helle Breguet-Spirale mit Endkurve; alle Stahlteile perfekt

andere Ansichten (bitte klicken)

Durchmesser 51mm, hergestellt um 1925

Preis: 275,00 Euro


A

wunderschön erhaltene Savonnette aus Dresden der Uhrenmanufaktur "Josef Riesslein & Moritz Muth Nachf."

im einwandfrei erhaltenem, vergoldetem Sprungdeckel-Gehäuse mit typischen Rautenmuster; Sprungdeckelfunktion perfekt; polierter, kratzerfreier Staubdeckel; feines, vergoldetes, ebenfalls geometrisch gemustertes Messingziffernblatt; original Lochzeiger; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

Ziffernblatt signiert mit "Mugea", Gehäuse und Werk punziert mit "MM" im Oval - Mugea war das um 1925 eingetragene Warenzeichen dieser Firma und "MM" steht für Moritz Muth

neuwertig erhaltenes, vergoldetes Werk mit insgesamt 15 Rubinen; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; blaue Breguet-Spirale mit Endkurve; alle Stahlteile perfekt

letzte Revision beim Uhrmacher im Dezember 2011

andere Ansichten (bitte klicken)

Durchmesser ca. 52mm; hergestellt um 1925

Preis: 270,00 Euro


>> Gewöhnliche Menschen denken nur daran, wie sie ihre Zeit verbringen. Ein intelligenter Mensch versucht sie zu nützen. << (Arthur Schopenhauer)


A

fast neuwertig erhaltene "ZentRa" im stilreinen Art-Deko-Gehäuse

wunderbar erhaltenes, vergoldetes Gehäuse mit geometrischen Mustern; völlig ohne Abrieb der Vergoldung; Uhr ist wohl nie benutzt worden; florales Dekor an den Deckelrändern; fein geriffelter Gehäuserand; makelloses, vergoldetes Messingziffernblatt mit Fischgrätmuster und aufgelegten, vergoldeten Ziffern; original Kathedral-Zeiger; Zeigerverstellung durch Ziehen an der Krone

Gehäuse, Ziffernblatt und Werk signiert mit "ZentRa"

ebenfalls neuwertig erhaltenes Werk mit perfekter Vergoldung; insgesamt 15 Rubine; monometallischer Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; helle Breguet-Spirale mit Endkurve; Schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; seltener, gekröpfter Unruhekloben; alle Stahlteile perfekt

andere Ansichten (bitte klicken)

Durchmesser 52mm; hergestellt um 1920

Preis: 350,00 Euro

verkauft


Die "ZentRa" war ein Zusammenschluß deutscher Uhrenhersteller, um unter einem gemeinsamen Label die Ware zu vermarkten und auch um gemeinsam zu garantieren.


>> Nimm dir Zeit, um nachzudenken - es ist die Quelle der Kraft << (Irland)


Startseite

bitte umblättern