Präambel

Vorab: Sie werden auf dieser Seite nur Taschenuhren mit zusätzlichem Chronographen-Mechanismus finden. An "normalen" Stoppuhren (ohne Uhr) hat Chronoguide kein Interesse.

Taschenuhren mit Chronographenfunktion sind Uhren mit einem zusätzlichen Mechanismus für Kurzzeitmessungen. Sie werden mit einem meist mittig gelagertem Sekundenzeiger hergestellt, der mit Drückern in der Gehäusewand oder über die Krone gestartet, gestoppt und auf Null zurückgestellt werden kann.

Der übliche Chronograph ist ein "Schaltrad-Chronograph". Bei diesem Mechanismus bewirkt das über einen Drücker von außen betätigte Schaltrad das Ingangsetzen, Stoppen und Zurückstellen des Chronozeigers.

Der König der Stoppfunktionen ist der "Chronograph rattrapante" (Schleppzeiger-Chronograph); eine Stoppfunktion mit zwei übereinanderliegenden Chronographenzeigern, um z.B. im Sport Zwischenzeiten messen zu können. Die Zeiger werden gemeinsam gestartet; dann wird der Doppelzeiger durch Knopfdruck angehalten, während der Chronozeiger weiterläuft und für sich ebenfalls angehalten werden kann. Ein erneuter Knopfdruck läßt den Doppelzeiger wieder unter den Chronozeiger springen, um dann gemeinsam weiterzulaufen. Da der Doppelzeiger vom Chronozeiger mitgeschleppt wird, heißt dieser Mechanismus auch "Schleppzeiger-Chronograph".

Der Vorgang des "Einholens" des Chronozeigers durch den Doppelzeiger beschreibt die französische Sprache als "rattraper" (= wieder einholen).


schwere Taschenuhr mit Chronograph und 30-Minutenregister

sehr gut erhaltenes, brüniertes Stahlgehäuse ohne Dellchen oder Kratzer; Krone, Drücker für die Zeigerverstellung und Lippe für die Gehäuseöffnung kontrastreich in rotgold; makelloses Emaille-Ziffernblatt; kratzerfreies Mineralglas; goldene Spatenzeiger für Stunde und Minute; die drei Anderen sind stahlgebläut; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der eins; Start-, Stop- und Nullstellung des Chronos über Drücker an der Krone

1A erhaltenes Werk mit schöner Vergoldung; hinten aufgesetzte Chronographen-Kadratur in feiner, stahlpolierter Ausführung; monometallischer Unruhereif mit Regulageschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; Breguet-Spirale mit Endkurve; schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; mindestens 18 Rubine; alle Stahlteile glänzend poliert und ohne Rostansatz

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Durchmesser 52mm; hergestellt um 1920

Preis: 480,00 Euro


edle Taschenuhr mit Rattrapante in Gold "C.H. Meylan, Brassus"

wunderschöne Taschenuhr mit Chronographenfunktion (Schleppzeiger); seltenes, 3tlg. Ziffernblatt mit strahlenförmig angeordneten Ziffern in bester Kondition mit Uhrmachersignatur "C.H. Meylan, Brassus"; stahlgebläute Originalzeiger (Zeigerstellschieber innen bei 2); schweres Doppelscharniergehäuse mit getreppten Schalen und fein gerippter Wandung in 585er Gold in perfelter Erhaltung

gut erhaltenes Spitzenwerk (was auf dem Bild etwas fleckig erscheint, ist das diffuse Licht der Kamera; das Werk ist blitzsauber) mit Schwanenhals-Feinregulage und Breguet-Spirale mit Endkurve, verschraubten Goldchatons und Goldschrauben-Kompensationsunruhe, hinten sichtbar aufgesetzter Chronographen-Mechanismus, alle Teile fein angliert und hochglanzpoliert, Werk mit genfer Streifen; eine präzise Meisterleistung: es sind immerhin 4 Zeiger mittig übereinander gelagert!

Uhr ist durchsigniert (Ziffernblatt, Werk, Gehäuse) und stammt von der schweizer Edelschmiede C.H. Meylan aus Brassus

Durchmesser ca. 49mm, hergestellt um 1890

Preis: 2690,00 Euro

verkauft


Seltsamerweise sind die Uhren von Charles-Henry Meylan etwas weniger bekannt, obwohl der Name Meylan für eine der zehn besten Uhrmacherfamilien aus dem Vallé de Joux steht. Der Kenner wird aber wissen, daß C.H. Meylan während seiner Zeit in New York die feinsten Uhren und besten Serien der Fa. Waltham mit Chronographenwerken ausstattete. Er veredelte ebenfalls die Werke solch führender Firmen wie Vacheron u. Constantin, Patek Philippe und Jules Jürgensen (Literaturnachweis siehe Kathleen Pritchard "Swiss Timepiece Makers"). In selbiger Literatur ist obiger Chronograph mit Patent von 1880 aufgeführt. Siehe auch: "Der Callwey-Preisführer Taschenuhren", Seite 155.


>> Nicht der Fluß fließt, sondern das Wasser. Nicht die Zeit vergeht, sondern wir. <<


einwandfrei erhaltene Taschenuhr mit anhaltbarer Zentralsekunde

im sehr schönem, schweren, hochglanzpolierten Nickelgehäuse; gut erhaltenes, klares Emaille-Ziffernblatt mit vertiefter Mitte und 300er Skala für die stoppbare Zentralsekunde (den kleinen Haarriss am Außenrand bei der zwei kann mit etwas gutem Willen locker ignoriert werden); neues, kratzerfreies Mineralglas aus altem Bestand; stahlgebläute Spatenzeiger; Zeigerverstellung durch Drücker am Außenrand bei der "eins" und Schieber für die Sekunde bei der "zwei"; durch die anhaltbare Zentralsekunde kann die Uhr sekundengenau eingestellt werden, nur bei besseren Werken zu finden

gut erhaltenes, erstaunlich genau laufendes Dreiviertel-Platinenwerk mit 15 Rubinen bis hin zum Minutenrad; Unruhewelle unter Decksteinen; Unruhereif schon monometallisch mit Regulierschrauben; schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; drei sichtbar verschraubte Chatons; Federhauswelle ebenfalls im dicken, verschraubten Chaton sitzend; polierte und versenkte Stahlschrauben

letzte Revision beim Uhrmacher im Juni 2008

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Durchmesser ca. 53mm; hergestellt Westschweiz um 1900

Preis: 285,00 Euro


interessante TU mit anhaltbarer Zentralsekunde "John Russel, London"

im fast neuwertigem 9 Karat (375er Feingehalt) Rotgold-Gehäuse; Zentalsekunde stoppbar durch Schieber am Außenrand bei der zwei; perfekt erhaltenes Emaille-Ziffernblatt mit vertiefter Mitte und Uhrmachersignatur "John Russel, London"; 300er Außenteilung; original Spatenzeiger; großer, stahlgebläuter Sekundenzeiger mit Gegengewicht; Zeigerverstellung über Drücker am Außenrand bei der eins

feines, vergoldetes Dreiviertel-Platinenwerk; obere Platine mit seltenem Zierschliff; 3 sichtbar verschraubte Chatons; monometallischer Unruhereif mit Regulierschrauben aus Rotgold; Unruhewelle unter Decksteinen; schweizer Kolbenzahn-Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; mindestens 15 Rubine; stahlgebläute Schrauben, die noch völlig unberührt aussehen

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John Russel war Uhrmacher und vor allem Uhrenhändler, der (wie auch bei unserer Uhr) Werke in der Schweiz einkaufte. Diese Werke wurden von ihm finissiert, einreguliert, in ein englisches Gehäuse eingeschalt und dann auf der Insel verkauft.

Taschenuhr ist fast neuwertig

Durchmesser ca. 50mm; hergestellt um 1900

Preis 490,00 Euro


Eine 300er Außenteilung ist lediglich eine Einteilung der Sekundensprünge. Eine supergenaue Einteilung natürlich. Denn jede Sekunde ist nochmal 5x unterteilt, dann macht das bei 60 Sekunden halt eben 300 Sekundensprünge. Die Uhr stoppt also auf die Fünftelsekunde genau. Nicht nur eine gute Leistung des Uhrwerkes, sondern auch eine phantastische Leistung des Künstlers, der dieses Ziffernblatt emailliert hat.


>> Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt. << (Ernst Ferstl)


da schnalzt der Sammler mit der Zunge, "Mermod frères" aus Ste. Croix

wunderschöner Chronograph mit separatem Minutenregister im perfekt erhaltenem 14 Karat Goldgehäuse; Sprungdeckel mit freiem Monogrammfeld (funktioniert übrigens prächtig); Staubdeckel ebenfalls 14 Karat mit Werksauszeichnungen und Herkunftsgravur; top erhaltenes Emaille-Ziffernblatt mit vertieftem Sekundenbereich und vertieftem Register, 300er Außenteilung u. "Mermod-frères"-Signatur; Gold-Spatenzeiger für die Uhr und stahlgebläute Zeiger für den Chrono; Drücker für den Chronographen-Mechanismus bei der 12 und Zeigerverstellung mittels Hebel bei der vier

eigentlich unberührtes, sehr schweres Zweidrittel-Platinenwerk mit makeloser Vergoldung; sehr kontrastreich dazu der Stahl des hinten aufgesetzten Chronographen-Mechanismus; 18 Rubine; schweizer Ankerhemmung mit offenen Rubinpaletten; schwere Kompensationsunruhe mit Regulageschrauben aus Rotgold; tiefblaue Breguet-Spirale mit Philipps-Endkurve; Unruhewelle unter Decksteinen; alles was irgendwie möglich ist wurde feinst angliert und hochglanzpoliert; andere Ansichten (bitte klicken)

Ziffernblatt, hinterer Deckel, Sprungdeckel und Werkdeckel mit "Mermod-frères"-Signatur, auch das Werk hat die typische Mermod-Kreuzmarke; absolutes Sammlerstück im hervorragendem Zustand

Durchmesser ca. 51mm, Gewicht ca. 115gr.; hergestellt um 1890

Preis: 1950,00 Euro

verkauft


sehr schwere englische Kapitänsuhr mit Stoppfunktion

im gut erhaltenem, sehr schweren Sterlingsilbergehäuse; Hallmarks von Chester und Jahresbuchstabe "D" für 1887/88; Doppelscharniergehäuse mit Münzrand; hinterer Deckel mit Hosenbandorden und freiem Monogrammfeld; einwandfrei erhaltenes Emaille-Ziffernblatt mit vertiefter Mitte und typischer 300er Außenteilung, beschriftet mit "Marine Centre Seconds"; original Stahlzeiger; Zeigerverstellung und Aufzug mit Schlüssel

schweres, vergoldetes Dreiviertel-Platinenwerk; 3 sichtbar verschraubte Goldchatons, zum Teil sogar dreifach verschraubt; aufgeschnittener Kompensations-Unruhereif mit Regulageschrauben aus Gelbgold; Unruhewelle unter Decksteinen; natürlich mit Spitzzahn-Ankerhemmung; Zentralsekunde anhaltbar über Schieber am Außenrand bei der zwei

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Durchmesser ca. 59mm, Gewicht fast 180gr., hergestellt um 1887

Preis: 525,00 Euro

verkauft


Eine Kapitänsuhr, auch Deckwatch oder Beobachtungsuhr genannt, ist der Typ einer großen Präzisionstaschenuhr, die für die Seefahrt entwickelt worden war, um mit einer tragbaren Uhr an verschiedenen Stellen des Decks nautische Beobachtungen und Messungen machen zu können. Außerdem wurden Beobachtungsuhren bei Landexpeditionen mitgeführt, und sie dient im Ausgangshafen zum Transport der genauen Zeit von der stationären Zeitmessstelle zum Schiffschronometer. Hauptsächlich darum haben diese Uhren eine anhaltbare Zentralsekunde.


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