Kleiner Ausflug in die amerikanische Uhrengeschichte gefällig?

Für die eigentliche Produktion des Zeitmessers gelangten ca. 400 verschiedene Werkzeuge und Maschinen zum Einsatz, fast alles technische Hilfsmittel, die über Transmissionen, Riemen und Riemenscheiben angetrieben wurden. Als Energielieferant war zur Wasserkraft die Dampfmaschine gekommen. Was der Uhrmacher zuvor am Werktisch in mühsamer Kleinarbeit gegossen, gefräst und gesägt hatte, besorgten nun vielfach die Maschinen. Die Beschäftigten arbeiteten vor hohen Fenstern, die viel Licht auf den Arbeitsplatz fallen ließen. Vor der Erfindung des hellen Gaslichtes war die Produktion an Regentagen und vor allem in den Wintermonaten nur eingeschränkt möglich.

Ein Blick nach Canton/Ohio in die Montageräume der Hampden Manufaktur:

das Schneiden der Zahnräder war reine Frauenarbeit ...

... auch die Zapfen- und Wellenproduktion kam vorwiegend aus zarter Hand

nach einer gründlichen Reinigung der Platinen erfolgte die Vernickelung ...

... und die Schraubenabteilung kam fast ohne Menschen aus

hier wurde das Räderwerk zusammengebaut, die Spezialisten hauchten dem Produkt Leben ein und gaben es dem Regleur und der Endkontrolle weiter - diese Endmontage traute man nur Männern zu ...

Die amerikanische Qualitätsuhr bestand aus 200 und mehr Teilen. Zur Vollendung des Uhrwerkes bedurfte es rund 480 Arbeitsgänge innerhalb eines Zeitraumes von sechs bis acht Monaten - erst danach war die Serie reif für den Verkauf.
Und wie ist das heute, selbst bei sündhaft teuren Armbanduhren?
Das fertige Produkt plumpst seelenlos nach kurzer Zeit hinten aus irgendeiner Maschine r
aus ...


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